Quellen und Methodik
Auf dieser Seite legen wir offen, woher unsere Daten stammen und wie wir Lernzeiten und Schwierigkeitsstufen berechnen.
Lernzeit: drei Schritte
1. Ausgangswert aus den FSI-Kategorien. Das Foreign Service Institute des US-Außenministeriums veröffentlicht, wie viele Unterrichtsstunden englische Muttersprachler brauchen, um eine Sprache auf Stufe 3 der ILR-Skala (General Professional Proficiency) zu beherrschen: Kategorie I 600 bis 750 Stunden (24 bis 30 Wochen), Kategorie II etwa 900, Kategorie III etwa 1.100, Kategorie IV 2.200 Stunden. Wir setzen ILR 3 näherungsweise mit dem GER-Niveau C1 gleich. Quelle: state.gov, Foreign Language Training (Archivstand Dezember 2024). Für Sprachen, die das FSI nicht nennt (Englisch, Luxemburgisch, Afrikaans, Katalanisch, Galicisch, Esperanto, Latein, Irisch, Walisisch, Maltesisch, Baskisch), ordnen wir nach Verwandtschaft und Struktur analog einer Kategorie zu und kennzeichnen das auf der jeweiligen Seite.
2. Anpassung für Deutschsprachige. Weil die FSI-Werte für englische Muttersprachler gelten, wenden wir offengelegte Faktoren an: germanische Sprachen ×0,85 (gemeinsamer Grundwortschatz, Verbzweitstellung), indogermanische Sprachen mit mindestens vier Fällen (slawische, baltische Sprachen, Griechisch, Albanisch, Armenisch, Latein) ×0,95, Esperanto ×0,6 (Plansprache mit regelmäßiger Grammatik), alle übrigen ×1,0. Diese Faktoren sind redaktionelle Annahmen und keine Messwerte.
3. Verteilung auf die GER-Stufen. Cambridge English nennt angeleitete Lernstunden je Stufe ab null: A1 90 bis 100, A2 180 bis 200, B1 350 bis 400, B2 500 bis 600, C1 700 bis 800, C2 1.000 bis 1.200. Aus den Mittelwerten im Verhältnis zu C1 (750) ergeben sich Anteile von etwa 13 % (A1), 25 % (A2), 50 % (B1), 73 % (B2), 100 % (C1) und 147 % (C2). Quelle: Cambridge English, Guided learning hours. Alle Werte runden wir auf zehn Stunden.
Beispiel Spanisch: 750 FSI-Stunden × 1,0 = 750 Stunden bis C1; B2 = 750 × 550/750 = 550 Stunden.
Schwierigkeit 1 bis 5
Die Gesamteinstufung leitet sich aus den modellierten Stunden bis C1 ab: bis 600 Stunden Stufe 1, bis 800 Stufe 2, bis 1.050 Stufe 3, bis 1.500 Stufe 4, darüber Stufe 5. Ergänzend bewerten wir vier Kriterien aus Sicht Deutschsprachiger auf einer Skala von 0 bis 3: Schrift, Grammatik, Wortschatz (Verwandtschaft zum Deutschen) und Aussprache (Tonsprachen erhalten 3). Diese Kriterien sind eine redaktionelle Einschätzung auf Grundlage sprachwissenschaftlicher Standardbeschreibungen.
Wortschatz je Niveau
Die Wortschatzspannen stammen aus Meara und Milton (2003), zitiert nach Milton (2010), gemessen mit dem XLex-Test an Lernenden, die Cambridge-Prüfungen bestanden hatten: A1 unter 1.500, A2 1.500 bis 2.500, B1 2.750 bis 3.250, B2 3.250 bis 3.750, C1 3.750 bis 4.500, C2 4.500 bis 5.000 der häufigsten 5.000 Wörter. Quelle: Milton, EUROSLA Monographs Series 1. Die Werte beschreiben passiven Wortschatz und stammen aus Englischprüfungen.
Sprachdaten
ISO-Codes, Sprecherzahlen (jeweils die jüngste Angabe mit Jahr, getrennt nach Mutter- und Zweitsprachlern, sofern vorhanden) und Staaten mit Amtssprachenstatus stammen aus Wikidata (CC0), abgefragt im Oktober 2026. Für Sprachen ohne Amtsstatus in einem souveränen Staat ergänzen wir regionale Angaben und kennzeichnen sie. Sprecherzahlen sind Schätzungen und unterscheiden sich je nach Quelle.
Grundwortschatz
Die Wörter, Zahlen und Begrüßungen stammen aus den Übersetzungstabellen des deutschsprachigen und englischsprachigen Wiktionary, bezogen über kaikki.org. Für jedes Wort haben wir automatisch geprüft, ob es im Wiktionary-Eintrag der Zielsprache existiert und dort mit der passenden Bedeutung beschrieben ist. Einträge mit Markierungen wie veraltet, selten, dialektal oder regional sind ausgeschlossen. Umschriften folgen der Wiktionary-Angabe. Lizenz: CC BY-SA 4.0.
Zertifikate
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Rechner
Alle Rechner verwenden dieselben Formeln wie oben und zeigen den Rechenweg Schritt für Schritt. Zusätzliche Annahmen (Vorwissen in verwandten Sprachen ×0,9 oder ×0,8, Puffer, Behaltensquote, Wiederholungsintervalle, Sekunden pro Karte) sind im jeweiligen Rechner benannt und änderbar. Der Spaced-Repetition-Planer rechnet mit Erwartungswerten: Richtig beantwortete Karten rücken eine Stufe weiter, falsch beantwortete beginnen von vorn. Grundlagen: Leitner (1972), der SuperMemo-Algorithmus SM-2 und die Übersichtsarbeit von Cepeda u. a. (2006) zum verteilten Lernen.