Ergativsprache
Kurz erklärt
In Ergativsprachen wird das Subjekt eines transitiven Verbs anders markiert als das Subjekt eines intransitiven Verbs.
Deutsch markiert das Subjekt immer gleich, ob jemand schläft oder einen Brief schreibt. Ergativsprachen wie Baskisch oder Georgisch (teilweise) behandeln das Subjekt von „schreiben“ mit einer eigenen Form, dem Ergativ, während das Subjekt von „schlafen“ dieselbe Form erhält wie das Objekt.
Im Kurmandschi tritt Ergativität in den Vergangenheitszeiten transitiver Verben auf. Für Deutschsprachige ist das Prinzip ungewohnt, lässt sich mit Mustersätzen aber gut einüben.
Beispiel
Baskisch: gizona etorri da (der Mann ist gekommen), gizonak ogia jan du (der Mann hat das Brot gegessen) mit Ergativendung -k.