Tonsprache
Kurz erklärt
In einer Tonsprache unterscheidet die Tonhöhe oder der Tonverlauf einer Silbe die Bedeutung von Wörtern.
Mandarin hat vier Töne und einen neutralen Ton: mā (Mutter), má (Hanf), mǎ (Pferd), mà (schimpfen). Kantonesisch kennt sechs Töne, das nördliche Vietnamesisch ebenfalls sechs, Thai fünf. Auch viele afrikanische Sprachen sind Tonsprachen; Swahili gehört nicht dazu.
Deutsch nutzt Tonhöhe nur für Satzmelodie, etwa bei Fragen. Deshalb müssen Deutschsprachige erst lernen, Töne als Teil des Wortes zu hören. Gezieltes Hörtraining mit Minimalpaaren, Shadowing und Aufnahmen der eigenen Stimme helfen.
Beispiel
Thai: ใกล้ (glâi, nah) und ไกล (glai, fern) unterscheiden sich im Ton.