Isolierende Sprache
Kurz erklärt
Isolierende Sprachen verändern ihre Wörter kaum; grammatische Beziehungen entstehen durch Wortstellung und eigenständige Hilfswörter.
Mandarin, Kantonesisch, Vietnamesisch und Thai sind typische isolierende Sprachen. Statt Endungen gibt es Partikeln und feste Satzmuster: Im Chinesischen zeigt etwa die Partikel 了 (le) an, dass eine Handlung abgeschlossen ist.
Für Deutschsprachige ist die Grammatik dieser Sprachen anfangs erstaunlich einfach. Die Schwierigkeit liegt woanders, bei Tönen, Schrift und einem Wortschatz ohne Verwandtschaft zum Deutschen.
Beispiel
Vietnamesisch: tôi ăn (ich esse), tôi đã ăn (ich habe gegessen) mit der Partikel đã.