Leitner-System
Kurz erklärt
Das Leitner-System ist ein Karteikasten mit mehreren Fächern, in denen Karten je nach Lernerfolg seltener oder häufiger wiederholt werden.
Der Wissenschaftsjournalist Sebastian Leitner beschrieb das System 1972 in seinem Buch „So lernt man lernen“. Ein Karteikasten wird in meist fünf Fächer geteilt. Neue Karten beginnen im ersten Fach. Wer eine Karte richtig beantwortet, schiebt sie ein Fach weiter; falsch beantwortete Karten wandern zurück ins erste Fach.
Die Fächer werden unterschiedlich oft geleert: das erste täglich, die hinteren seltener. Dadurch entsteht automatisch ein Wiederholungsplan mit wachsenden Abständen, ganz ohne Software.
Viele Apps bilden das Leitner-Prinzip digital nach. Der Vorteil der Papierversion: Das Schreiben der Karten ist bereits ein Lernschritt.
Beispiel
Fach 1 täglich, Fach 2 alle zwei Tage, Fach 3 alle vier Tage, Fach 4 wöchentlich, Fach 5 alle zwei Wochen.